Essenzen der Psychotherapie 2: Kreativität und das Selbst von TherapeutInnen

Matthew Selekman

Endlose scheinende Leidensgeschichten von KlientInnen, provokant formulierte Problemdefinitionen, lange und erfolglose Behandlungslisten, Familien mit multiplen SymptomträgerInnen oder Paare die von einer in die nächste Krise stolpern – für uns alle gibt es an der ein oder anderen Stelle unserer TherapeutInnen Karriere Situationen in denen wir trotz aller Erfahrung „anstehen“ und unter Druck geraten.

Der praxisorientierte Workshop soll TeilnehmerInnen ermöglichen auch in diesen schwierigen Situationen auf ihr vorhandenes Potential zuzugreifen, und ihr kreatives Selbst für die eigene Bewegungsfreiheit im Therapieraum zu nutzen, um so zu Katalysatoren für Veränderungen zu werden.

Workshopinhalte im Detail:

  • Verwendung des “self framework”: Die künstlerische Palette von TherapeutInnen

  • Als TherapeutInnen reflexiv und offen bleiben, sich die Bewegungsfreiheit erhalten und ein Auge auf die Passung zwischen Interventionen und KlientInnen haben.

  • Wachsames Zuhören und Beobachtung als Voraussetzung zum Erkennen von entscheidenden Therapiemomenten.

  • Fragen und Imaginationen die helfen ein neues Zukunftsbild zu ko-kreieren.

  • Wie man die wichtigsten inneren Ressourcen, die eigene Begeisterung für das Leben und seine persönlichen Stärken für den Therapieprozess nutzen kann.

  • Monty Python trifft Cirque du Soleil: Humor, spielerische Zugänge, Drama und Überraschungen in der Therapie.

  • Konstruktion und Auswahl therapeutischer Rituale, Experimente und Interventionen in Einklang mit der Bereitschaft zur Veränderung, psychologischer Reaktanzebenen und Ziele

  • Use idea-generating tools and strategies for tapping the inventiveness and imagination powers of our clients to co-construct creative and high quality solutions

  • Leitlinien für den Umgang mit dem therapeutischen Selbst zur Entwicklung hilfreicher therapeutischer Schritte in spezifischen klinischen Situationen

  • Wecken des Erfindungsgeistes und der Imagination von Familien zur Mitkonstruieren von Lösungen

  • Gebrauch des Selbst um lösungsfördernde Gespräche mit ExpertInnen aus anderen involvierten Helfersystemen zu unterstützen

Im Workshop wird Matthew Selekman Inputs kombinieren mit klinischen Videos und praktischen Übungen.

Leitung: Matthew Selekman, MSW, systemischer Psychotherapeut, arbeitet in freier Praxis und ist Co-Direktor von Partners for Collaborative Solutions in Evanston, Illinois/USA.  Autor und Co-Autor von zahlreichen Büchern, darunter "Pathways to Change: Brief Therapy with Difficult Adolescents", "Solution-focused therapy with children", "Living on the razor's edge: Solution-oriented brief family therapy with self-harming adolescents" (alle bei Guilford erschienen).

Termin Freitag, 8. Juni (17.00 – 20.00), Samstag, 9. Juni 2018 (9.00 – 17.00)
Ort IST – Institut für Systemische Therapie, Am Heumarkt 9/2/22, 1030 Wien
Kosten € 350 (keine MwSt.)

Wir freuen uns über Ihr Interesse und ersuchen um Überweisung der Kursgebühr spätestens 4 Wochen vor Seminarbeginn. Erst mit der Einzahlung Ihres Seminarbeitrags ist Ihr Platz reserviert. Bei Rücktritt von der Teilnahme refundieren wir bis 4 Wochen vor Beginn den gesamten Betrag, bei späterer Stornierung 50 Prozent des einbezahlten Betrags. Bei Teilnahme einer zahlenden ErsatzteilnehmerIn wird auch innerhalb der letzten 4 Wochen der gesamte Seminarbeitrag refundiert.

 

 

Anmeldung: bitte bis spätestens einen Monat vorher, telefonisch (01/7143800), per E-Mail (office@ist.or.at) oder mit unserem Anmeldeformular.