Fachtagung

Wie viele Geschlechter kennt die Psychotherapie?

Workshop 1

Marlo Pillwein & Leon Antwerpen (Verein soqi)

Grundlagen zur Praxisreflexion der Begleitung von gender-nonkonformen, nicht- binären und trans Personen (10.00-13.30h)

Welche Vorstellungen von Geschlecht prägen mich und meine Arbeit als Psychotherapeut:in? Welche Thematisierung von Geschlecht wünschen sich gender-nonkonforme, nicht-binäre und trans Personen in therapeutischen Settings? Welche Erfahrungen machen trans Personen in Psychotherapie und wie kann ich als Therapeut:in entpathologisierend arbeiten?

Diesen und weiteren Fragen widmen sich nach der Klärung grundlegender Begriffe und Konzepte zu Geschlechtervielfalt Mario Pillwein und Leo Antwerpen.
Sie verdeutlichen, dass (Trans)Geschlechtlichkeit vielfältig ist und beleuchten verschiedene Aspekte rechtlicher, sozialer und medizinischer Transitionsmöglichkeiten. Eigene Unsicherheiten können im Seminar reflektiert werden, um professionelle Sensibilisierung für und Handlungssicherheit im Umgang mit queeren Themen zu erreichen und somit gender- nonkonforme, nicht-binäre und trans Personen in Psychotherapie gut unterstützen und begleiten zu können.

Marlo Pillwein (keine Pronomen): BA Soziale Arbeit, langjährige Bildungsarbeit zu den Themen Sexualität, Begehren und Geschlecht sowie Gewaltprävention; psychosoziale Beratung u.a. im Kontext von psychiatrischer Rehabilitation.

Leon Antwerpen (keine Pronomen/er): BSc. Psychologie, MA Gender Studies; langjährige Erfahrung im Bildungsbereich mit Schwerpunkt sexuelle und geschlechtliche Vielfalt; Beratung, Betreuung und Begleitung von Menschen mit psychiatrischen Diagnosen; aktuell im Fachspezifikum Personzentrierte Psychotherapie

Workshop 2

Gertraud Wiener-Schneider

Leonie heißt jetzt Max – Nik ist viel mehr als … Therapeutische Begleitung gendernonkonform empfindender Jugendlicher und der Familien/Bezugssysteme (14.30-18.00h)

In den vergangenen Jahren sind die Zahlen der Jugendlichen, die sich mit ihrer Geschlechtsidentität beschäftigen, rapide gestiegen. Manche von ihnen fühlen sich in ihrem biologischen Geschlecht nicht wohl, lehnen es ab und sind dadurch psychisch teilweise enorm belastet.

Im Workshop wird den Fragen nachgegangen, inwieweit „trans“ oder genderfluid zu sein als Teil der Jugendkultur betrachtet werden kann, ob es ein Infragestellen des vorherrschenden heteronormativen gesellschaftlichen Diskurses ist und wie es gelingen kann, Diversität mehr Raum zu geben. Der Workshop soll Orientierung über Begrifflichkeiten und den empfohlenen Leitlinien für psychotherapeutische Begleitung von Jugendliche n, die sich als genderinkongruent erleben, geben.

Neben theoretischen Inputs wird Einblick in therapeutische Überlegungen und in die therapeutische Begleitung von betroffenen Jugendlichen gegeben. Anhand von Fallbeispielen sollen Entwicklungen im Therapieprozess gezeigt werden.

Gertraud Wiener-Schneider Psychotherapeutin (SF), Klinische und Gesundheitspsychologin, Supervisorin in Freier Praxis in Salzburg, Lehrtherapeutin an der ÖAS im Team Bundesländer

Termine: Samstag, 25. Mai (10.00-18.00)
Kosten: € 290, (keine MwSt.)
Ort: Institut für Systemische Therapie, Am Heumarkt 9/2/22, 1030 Wien
Anmeldungonline

Wir freuen uns über Ihr Interesse und ersuchen um Überweisung der Kursgebühr spätestens 4 Wochen vor Seminarbeginn. Erst mit der Einzahlung Ihres Seminarbeitrags ist Ihr Platz reserviert.